Beziehung(en)

Ich hab einen sehr guten (und empfehlenswerten) Beitrag von „Leila Zamora Moreno“ gelesen, in dem Sie um die Argumente innerhalb der „Zustimmung“ in einer Beziehung schreibt.
Englische Quelle: http://ylaww.blogspot.com/2011/06/arguments-within-agreements.html

http://quarknet.de/fotos/tiere/wildtiere/stockenten-paerchen.jpg

Die meisten Gespräche endeten damit, dass man sich „Missverstanden“, „sich nicht zustimmen konnte“ und schließlich gegeneinander gekämpft hat. Mir kommt das sehr bekannt vor mit meiner letzten Erfahrung mit einer Frau. Leila geht weiter darauf ein, wie schnell man mit „Annahmen“, „Vorurteilen“, „Meinungen“, „Ideen“ alternative Welten im Kopf erschafft als man sich mit dem denjenigen unterhält. Ist das nicht krass?! Genau dieses „energetische“ Entladung/Aufladung die man dann hat (naja meistens ladet man sich dabei wortwörtlich gegenseitig auf…) schafft eine „eigene Welt für sich alleine“ und der Gesprächspartner sich auch seine eigene und niemand ist in der selben „Realität“. Ist das nicht beklemmend? Man schmeißt sich dann Dinge an den Kopf die man gar nicht so meint, nur weil jeder seine eigene Meinung über den anderen hat. So was tut weh… und beide sind verantwortlich dafür.

Sie schreibt auch weiter wie Sie zu Beginn der „Beziehung“ jeder zu aller erst die „Unehrlichkeit“ demjenigen gegenüber an den Kopf geschmissen hat… wütend wurde und man sich mit Worten dann auch verletzte und sich nicht einen Millimeter näher kam und nur ungeduldiger wurde.
Ich finde das sehr interessant, weil genau das habe ich auch erlebt… es war sogar so, dass ich anfing, mich über alles rechtfertigen zu „müssen“ (obwohl das nur meine Einbildung war) und der Frau sehr wehtat, mit meinen Behauptungen und meiner wütenden Art… obwohl ich, in Selbstehrlichkeit zu mir, kein bisschen anders bin/war.

Das Problem bei der Anfangsphase meiner „Beziehung“ war auch, der dass ich versuchte zu schnell und zu „aggressiv“ den anderen zu unterstützen (mit Hinweisen, Texten über Selbstvergebung, etc) obwohl ich gar nicht bemerkt hatte, wie viel scheiße ich eigentlich in mir selbst zu verarbeiten hatte und die andere Person nur durch meine eigene, virtuelle Welt betrachtet hatte und „verurteilt hatte“. Nicht aber so gesehen habe, wie diese Person eigentlich „wirklich“, „hier“ ist. Und habe nur meine eigenen Probleme auf die andere Person „projiziert “ und nie das wahre Bild von der Person dadurch gesehen habe…

Wie Leila auch schreibt (Zitat) :

See, in the initial stage of an Agreement, there’s just no way that you can immediately effectively assist the other by “pointing things out” because you’ve got so much shit of yourself that is filtering and moulding your perception of the other – that you never get a clear picture of what is actually going on – and that most likely, your just projecting your own shit. So once you realise this point – you’re ready to get somewhere lol.

Bis man zu dem Punkt kommt, und genau das versteht… das man seine eigene Probleme auf den anderen projiziert hatte und den Mensch dahinter gar nicht so wahrgenommen hat, wie er wirklich ist und lebt… leider zu spät.

Auch wie Leila dachte ich, dass ich stabil genug war, meine eigenen Probleme in den Griff zu bekommen und.. kläglich versagt habe. Ich war oft und zu lange in dieser virtuellen Welt in meinen Kopf, sodass ich zu oft, wütende Worte verfasst hatte mit Problemen, die nicht von der anderen Person kamen.. sondern nur von mir. Sich jetzt zu entschuldigen ist zu spät.. man lebt nun mit den Konsequenzen.